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Emiratische Küche — Machboos, Karak und das Ritual, das Danke sagt

Turistic · 28.07.2026

Wirklich emiratisches Essen zu finden kostet etwas Mühe, denn rund neun von zehn Einwohnern stammen von anderswo, und die Restaurantszene spiegelt das — indische, pakistanische, philippinische, libanesische und iranische Küche dominieren. Die lokale Küche ist leiser und baut auf Reis, lange geschmortem Fleisch, getrockneten Limetten und Datteln.

Die Hauptgerichte

  • Machboos — das Nationalgericht. Reis, gegart mit Fleisch oder Fisch, Zwiebeln und Loomi: einer Limette, die getrocknet wird, bis sie schwarz ist, und dem ganzen Topf eine säuerliche, leicht rauchige Tiefe gibt, die es sonst nirgends gibt.
  • Harees — Weizen und Fleisch, stundenlang zu einem glatten, herzhaften Brei geschlagen. Unscheinbar und zutiefst tröstlich; im Ramadan steht es überall auf dem Tisch.
  • Thareed — ein Fleisch-Gemüse-Eintopf, über dünnes Regag-Brot geschöpft, bis es weich wird.
  • Balaleet — süße Fadennudeln mit Safran und Kardamom unter einem dünnen herzhaften Omelett. Ein Frühstück, das keinen Sinn ergeben dürfte und vollkommen funktioniert.
  • Chebab — Pfannkuchen mit Safran und Kardamom, meist mit Dattelsirup und Frischkäse.

Luqaimat

Kleine Teigkugeln, frittiert, bis die Hülle aufreißt und der Kern hohl bleibt, dann mit Dattelsirup und Sesam übergossen. Sie erscheinen zu jedem Fest und an jeder Ramadan-Tafel und sind das eine Dessert, für das sich ein Umweg lohnt.

Kaffee — und wie man höflich aufhört

Gahwa, arabischer Kaffee, wird hell geröstet, mit Kardamom und oft Safran gewürzt und aus einer langschnäbeligen Dallah in kleine henkellose Schalen gegossen. Dazu kommen Datteln, deren Süße die Bitterkeit ausgleichen soll.

Die Etikette zählt. Die Schale wird nur zu einem Drittel gefüllt, und der Gastgeber schenkt immer wieder nach. Wenn Sie genug haben, neigen Sie die Schale und schütteln sie beim Zurückgeben leicht hin und her. Ein bloßes „nein danke” ohne dieses Schütteln bringt Ihnen die nächste Füllung. Die arabische Kaffeekultur kam 2015 auf die UNESCO-Liste des immateriellen Erbes.

Karak

Karak Chai — Schwarztee, kräftig gekocht mit Kondensmilch, Zucker und Kardamom — kostet ein bis zwei Dirham in Cafeterien am Straßenrand und ist das echte Alltagsgetränk des Landes. Fahrer halten dafür zu jeder Stunde. Beurteilen Sie einen Laden nicht nach dem Aussehen; der beste Karak kommt von kleinen Theken mit Plastikstühlen.

Datteln und Kamelmilch

Die VAE haben Dutzende Millionen Dattelpalmen. Khalas ist weich und karamellig, Fard dunkler und fester. Datteln werden jedem Gast angeboten, und rundes Ablehnen gilt als unhöflich — nehmen Sie eine.

Kamelmilch gibt es in jedem Supermarkt; sie ist salziger als Kuhmilch und leicht säuerlich. Sie kommt auch als Eis und als Schokolade, und das ist der einfachste Weg, sie zu probieren.

Praktische Hinweise

  • Für echte emiratische Küche probieren Sie Al Fanar oder Aseelah — oder besser: Buchen Sie ein Essen im Kulturzentrum in Al Fahidi, wo emiratische Gastgeber mitessen und Fragen beantworten.
  • Alkohol wird nur in lizenzierten Hotels, Bars und Clubs ausgeschenkt — nicht in gewöhnlichen Restaurants. Trinken oder Betrunkensein in der Öffentlichkeit ist strafbar.
  • Im Ramadan isst, trinkt und raucht man tagsüber nicht in der Öffentlichkeit, Besucher eingeschlossen. Viele Restaurants verhängen ihre Fenster; Hotelbetriebe bleiben geöffnet. Das Iftar bei Sonnenuntergang lohnt das Erlebnis.
  • Der Freitagsbrunch ist eine Institution — ein langes, üppiges Buffet in den Hotels und die eine Mahlzeit, die Einheimische jedem Besucher ans Herz legen.

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